Presse 2016

Gründer des FC Herrischried zum 60-jährigen Vereinsjubiläum geehrt

Der Verein ehrte zum 60-jährigen Bestehen seine Gründungs- und Ehrenmitglieder. Zur Feier gab es einen anekdotenreichen Rückblick auf die Anfänge des Vereins.

Anlässlich seines 60-jährigen Bestehens ehrte der FC Herrischried am Samstag im Hornberger Jägerstüble seine Gründungs- und Ehrenmitglieder. Sieben Herren, sechs von ihnen waren dem Verein 1956 beigetreten, wurden für ihr Engagement zu Zeiten der Vereinsgründung ausgezeichnet. Bei dem Hock wurden viele Erinnerungen an alte Zeiten geweckt.

Es war die Zeit des Fußballfiebers: Kurz nachdem Deutschland 1954 die Fussball-WM gewonnen hatte, wurde auch auf dem Hotzenwald allerorts gekickt. Den Gründungsmitgliedern ist diese Zeit noch lebhaft in Erinnerung geblieben. Emil Kaiser erzählt: „Einmal forderten die Niedergebisbacher uns Herrischrieder aus Jux heraus. Das Spiel endete 16 zu null für Herrischried. Unser Torwart Willi Heckel, saß dabei von der ersten bis zur letzten Spielminute auf einem Stuhl in seinem Tor.“ Die Fußballbegeisterung der jungen Herren ließ sie 1955 auf Trikots sparen. „Viele Farben hatten wir nicht zur Auswahl. Einig stimmten wir dann für schwarz-gelb“, erinnert sich Willi Heckel, der zum Hock aus Lottstetten angereist war und sich nie hätte träumen lassen, seine alten Kameraden einmal wieder zu treffen.

Auf Initiative von Alfred Schmidt, wurde am 15. Januar 1956 im Gasthaus Ochsen in Herrischried eine Versammlung zur Gründung des Fußballvereins einberufen. Diesem Aufruf folgten rund 50 Herrischrieder. Zu ihrem Vorsitzenden wählten sie Pius Behringer, zu seinem Stellvertreter Eugen Schlageter und zum Trainer Ludwig Siebold. Den Ochsen als ihr Vereinslokal riefen die Fußballer erst 14 Tage später aus, als Friedrich Hauber die Gaststätte übernahm. „Bei jedem Heimspiel war im Ochsen Tanz angesagt“, erinnert sich Kurt Wassmer noch genau, und fährt fort: „Im Winter trainierten wir beim Hauber in einem Nebenzimmer.“ Daran erinnerten sich mit Freude auch noch die ehemaligen Betreiber Myrta und Friedrich Hauber, die ebenfalls zugegen waren. Der Sportplatz befand sich damals noch bis 1977 am Tannenboden, auf einem weiten Feld zwischen Herrischried und Großherrischwand.

Es wurde noch viel geschwätzt und gelacht, aus alten Zeiten erzählt und an diese und jene Torschützen erinnert. „Als Zeitzeugen seid ihr unerlässlich wichtig, auch weil vor 25 Jahren unsere Vereinsschrift verloren ging“, erklärte Vorsitzender Holger Eckert. Er dankte allen Ehrenmännern: „Ohne euch gäbe es uns heute nicht!“

Ehrungen und Verein

Die Ehrung: Seit dem Gründungsjahr 1956 sind dabei: Artur Zumkeller, Kurt Wassmer, Emil Kaiser und Fritz Hauber. Bei der Gründung selbst zugegen war Willhelm (Willi) Heckel. Seit 31 Jahren ist Rainer Bernauer Mitglied. Für seine außerordentlichen Verdienste erhielt er am Freitag ebenfalls eine Ehrung. Mit großer Freude überreiche Vorsitzender Holger Eckert den Ehrenmännern Urkunde, Nadel und einen Schal in den Vereinsfarben. Der FC Herrischried besteht momentan aus 350 Mitgliedern, davon üben rund 155 aktiv den Ballsport aus. Zu den neun Mannschaften zählen neben der Ersten Herrenmannschaft, auch eine Damenmannschaft, die Jugend, sowie eine Kinderturngruppe und zwei Frauenturngruppen.


Herrischrieder Fußballer wünschen sich Kunstrasen

Bei der Hauptversammlung trägt der Vorsitzende des FC Herrischried, Holger Eckert, diesen Wunsch an die Gemeinde heran.

Herrischried (milo) Wie so manch anderer Fußballclub, wünschen sich auch die Verantwortlichen des FC Herrischried einen Kunstrasenplatz. In Vertretung von Bürgermeister Christof Berger nahm Gemeinderat Helmut Eckert die Anfrage entgegen.

Sorgen bereitetet FC-Vorsitzendem Holger Eckert die Aussicht darauf, dass im Zuge der Sanierung der Gemeinschaftsschule Fristen verstreichen und Fördergelder ungenutzt bleiben könnten. Schließlich müsse auch die im Umbruch befindliche Hotenzwaldschule Gedanken zur Zukunft des Schulsports anstellen. Eine finanzielle Argumentation blieb Eckert nicht schuldig: Angesicht der starken Beanspruchung stünde die Sanierung des Hartplatzes in Höhe von 70 000 Euro an. Verbindliche Zusagen machte der CDU-Gemeinderat keine, er wolle die Sache aber im Rathaus vortragen. An seinem Wohlwollen ließ er keinen Zweifel: Der FC Herrischried sei immerhin der der älteste Sportverein im Hotzenwald. Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Aufnahme zweier Flüchtlinge in die erste Mannschaft, was für die Bereitschaft zur Integration beim FC spreche.

Die Begeisterung ob der sportlichen Bilanz hielt sich indes in Grenzen. „Kein Beinbruch“, lautete aber der Kommentar Helmut Eckerts zum Abstieg der Ersten in die Kreisklasse C. Die Mannschaft sei „auf einem guten Weg“, wie Trainer Maurice Valli durch Schriftführer Andreas Förster verlesen ließ. Reaktivierungen von Spielern sowie Neuzugänge gäben Anlass zur Hoffnung. Der Trainer sprach jedoch auch von gewissen Potenzialen zur „Optimierung von Abläufen“. Die Motivation gehöre vor allem verbessert. Dies betreffe besonders die Trainingsbeteiligung.

Zu dem mit 17 Spielern nicht gerade üppigen Mannschaftskader nahm auch Kassierer Thomas Biehler Stellung. Verletzung, Urlaube, Krankenstände oder berufliche Verantwortungen machten dem Team zusätzlich zu schaffen. Auch der demografische Wandel sei zur Kenntnis zu nehmen. Spielgemeinschaften, die im Jugendbereich längst üblich seien, müssten nun auch für den Aktivbereich überdacht werden. Dies sei keine Ankündigung mit festem Datum. Der Verein sollte aber auf diese Möglichkeit vorbereitet sein, so Biehler.

Im Jubiläumsjahr plane der FC aufgrund seiner dünnen Personaldecke keine größeren Festivitäten, so Vorsitzender Holger Eckert. Für Ende des Jahres kündigte er ein Abschlussfest an, in dessen Rahmen der FC-Geburtstag gefeiert werden soll. In einer eigenen Feier sollen die sechs noch lebenden Gründungsmitglieder geehrt werden.

Weitere Infos im Internet: www.fc-herrischried.de


FC Herrischried im Glück: Club gewinnt bei Vereinswettbewerb von Sparkasse Hochrhein und dem SÜDKURIER / Peter Schütz

Vereinswettbewerb beschert dem Herrischrieder Fußballclub 3000 Euro. Fußballclub will mit dem Gewinn seine Kleinfeldtore ersetzen…

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Das ist eine Motivation für die Jugendarbeit: Jugendleiter Kevin Kaiser (links), Im Bild mit der D-Jugend vor einem Spiel. Bild: Peter Schütz

Herrischried – Der FC Herrischried im Freudentaumel: Für sein Fußballkonzept der Jugendabteilung hat er im Vereinswettbewerb von Sparkasse Hochrhein und dem SÜDKURIER Medienhaus 3000 Euro gewonnen. Damit will der Verein die Kleinfeldtore ersetzen und die Inneneinrichtung für den Materialraum beschaffen.

„Wir haben gar nicht damit gerechnet, weil so viele und große Vereine am Wettbewerb mitgemacht haben“, freut sich Jugendleiter Kevin Kaiser, „das ist eine Motivation für die Jugendarbeit“. Kaiser trainiert zusammen mit Luis Pfeiffer und Luca Zietlow die D-Jugend. Sie besteht aus einer Spielgemeinschaft mit Eintracht Wihl – eine Lösung, die den Spielbetrieb und die Förderung der jungen Talente garantiert.

Im FC Herrischried sind derzeit zwischen 60 und 70 Kinder und Jugendliche, auch Mädchen, zugange, zusammen mit dem Nachwuchs von Eintracht Wihl kommt die Jugendabteilung auf rund 110. Das bedarf einer guten Organisation: Die Trainer sind gefordert, die Trainingspläne sind durchdacht. Aber eben: Bislang hat es in einigen Bereichen der Infrastruktur geklemmt.

„Uns fehlen an vielen Ecken und Enden die nötigen finanziellen Mittel“, berichtete Kevin Kaiser, bevor feststand, dass der FC Herrischried in den Genuss eines Gewinns aus dem Vereinswettbewerb gelangt. Die Jugendabteilung besitzt Kleinfeldtore, die älter als zehn Jahre sind. Die Netzte sind zerrissen, die Rahmen rostig. Zwei Tore kosten um die 1500 Euro, „das Geld können wir nicht einfach aus dem Ärmel schütteln“, erklärte Kaiser.

Jammern führt aber nicht weiter, deshalb wurde letzten Sommer der Materialraum mit viel Arbeitseinsatz der Spieler erneuert. Zuvor gab es nur „eine alte Holzhütte, in der wir unsere Bälle, Hütchen, Stangen und anderes Material lagern konnten“, so der Jugendleiter. Die Nässe und Kälte setzten dem Material, vor allem den Bällen, jedoch schnell zu. Jedes Jahr mussten neue Bälle beschaffen werden.

Mit dem neuen Container als Materialraum ist das Problem zwar behoben. Nur fehlt noch die komplette Inneneinrichtung. Will heißen: Regale könnten Ordnung in schaffen. Auch dafür soll ein Teil des Gewinns investiert werden. Der Verein kann somit einen seiner Ansprüche zeitnah umsetzen: „Wir wollen unseren Spielern die besten Trainingsvoraussetzungen bieten“, bringt es Kevin Kaiser auf den Punkt.

Die Mutter eines Jugendspielers hatte vom Vereinswettbewerb von Sparkasse Hochrhein und dem SÜDKURIER Medienhaus gehört und Kevin Kaiser darauf angesprochen. Dieser hat sich sogleich informiert und beworben. Die Eltern der Jugendspiele haben daraufhin gut mitgezogen, Unterstützung gab es auch vom Eishockeyclub und von der Freiwilligen Feuerwehr Herrischried. Der FC Herrischried hat in den letzten Jahren reichlich in die Jugendarbeit investiert, viele Kinder und Jugendliche konnten für das Fußballkonzept begeistert werden.

Das Ziel lautet: Die Jugendarbeit nachhaltig ausbauen, die jungen Spieler sollen die Zukunft des Vereins langfristig sichern.
Zum Verein

Der FC Herrischried wurde 1956 im Gasthaus Ochsen gegründet. Aus den anfänglich etwa 60 Mitgliedern ist heute ein Verein mit mehr als 300 Fußballern gewachsen. Im Jugendbereich sind gegen 70 Spieler und Spielerinnen in sechs Junioren-Mannschaften aktiv. Vorsitzender ist Holger Eckert, Jugendleiter Kevin Kaiser. Schon seit der Gründung war es ein Anliegen des Vereins, seinen Bedarf an Spielermaterial aus einer eigenen Jugendarbeit zu decken. 1956 nahm eine A-Jugend-Mannschaft am Spielbetrieb teil. Internet: www.fc-herrischried.de


Zahlreiche Gäste feiern mit dem FC Herrischried ein zünftiges Frühlingsfest

Zum zweiten Frühlingsfest der Südbaden-Tour des zünftigen Frühlingsfests hatte der FC Herrischried in die Rotmooshalle nach Herrischried eingeladen. Viele Hähnchen und Haxen vom Grill sowie vom Verein frisch gebackene Brezeln gingen, genauso wie eine Maß nach der anderen, schon ab 19 Uhr über die Theke.

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Bild: Partyamigo

Der Fußballclub durfte sich bei seinem ersten zünftigen Frühlingsfest über mehr als 500 gut gelaunte Besucher in jedem Alter freuen – die jüngsten waren 16 Jahre, die ältesten mehr als 60 Jahre alt. Um kurz nach 21 Uhr gingen die Krüge zum „Prosit der Gemütlichkeit“ in die Höhe. DJ Dasu und DJ Paddy sorgten mit Musik von Blasmusik über Schlager und Rock bis zu aktuellen Hits für Stimmung.

Südkurier 7. April. 2016


 

„Am meisten mag ich am Fußball den Teamgeist“

BZ-Praktikantin Annika Trautwein aus Herrischried über ihr Hobby / Sie kickt bei der SG Eintracht Wihl/Herrischried.

Mehr als eine Million Mädchen und Frauen spielen in Deutschland Fußball. Und es werden immer mehr. Eine von diesen Fußballerinnen bin ich. Mein Interesse für den Sport wurde bei der WM 2006 geweckt. Mich faszinierte der Zusammenhalt aller Menschen in Deutschland. Man fieberte gemeinsam auf die Spiele hin, traf sich zum Anschauen der Spiele und feierte danach gemeinsam den Sieg oder war traurig wegen der Niederlage.

Von da an schaute ich regelmäßig die Spiele der deutschen Nationalmannschaft und spielte selber auf der Straße mit Nachbarn und meinen Geschwistern, denn kaum ein Sport ist so einfach auszuführen wie Fußball. Alles, was man braucht, sind zwei oder mehr Personen und einen Ball. Durch Laureen Biehler, eine Freundin von mir, die damals schon in der E-Jugend spielte, fing ich auch beim FC Herrischried an. Die ersten Jahre spielte ich noch mit den Jungs zusammen. Mit zwölf Jahren wechselte ich in eine Mädchenmannschaft und seit vergangenem Sommer spiele ich in der Damenmannschaft der SG Eintracht Wihl/Herrischried. Und dort spiele ich bis heute und gehöre zu den Jüngsten.

Meine Lieblingsposition ist die Innenverteidigung. Zum einen muss man da nicht ganz so viel rennen, wie zum Beispiel als Mittelfeldspieler. Andererseits aber ist man für den Spielaufbau mitverantwortlich. Das kommt meiner Spielweise entgegen. Ich versuche, Spielzüge des Gegners zu durchschauen, um so in Ballbesitz zu kommen. Weite Pässe, die ich mit rechts schlage, liegen mir am meisten.

Am meisten mag ich am Fußball den Teamgeist. Trotz mancher Niederlagen hält die Mannschaft immer zusammen. Bei Meinungsverschiedenheiten wird mal kurz gestritten, aber man versöhnt sich gleich darauf wieder. Deswegen passiert es oft, dass aus Mitspieler/innen gute Freunde werden.

Ich mag es auch, an meine körperlichen Grenzen zu gehen, was Ausdauer und Kraft betrifft. Oft bin ich überrascht, weil ich mehr kann, als ich mir vorher eigentlich zugetraut habe. Das Lob und die Unterstützung, die ich von meiner Familie bekomme, spornen mich zu besseren Leistungen an. Nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die geistige wird im Fußball trainiert, zum Beispiel das schnelle Überlegen, wo spiele ich den Ball jetzt hin oder schieße ich, wenn ich in Tornähe bin, selber aufs Tor oder passe ab.

Fußball ist auch immer ein gutes Gesprächsthema, weil sich sehr viele Menschen damit beschäftigen. Und als Mädchen kann man mit Fußballwissen immer punkten.

Mit Vorurteilen hab ich bisher keinen großen Kontakt gehabt. Hin und wieder bekommt man zwar mit, was über Fußballerinnen gesagt wird, doch noch niemand hat so ein Vorurteil auf mich bezogen. Ich denke, das liegt wohl daran, dass ich in einem Dorf wohne, wo der Fußballverein eine Damen- und Mädchenmannschaft hat.

Annika Trautwein, 16 Jahre, aus Herrischried, macht derzeit ein Praktikum zur Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (kurz: Bogy) in der Lokalredaktion der Badischen Zeitung in Bad Säckingen.

Badische Zeitung 8.April 2016